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Trinkwasser: In Flensburg ausreichend vorhanden

Wird Trinkwasser in Deutschland knapp?

Die Medien berichten in den Sommermonaten häufig über eine Verknappung des Trinkwasserangebots in verschiedenen Regionen Deutschlands. Die Trinkwasserressourcen in Flensburg sind davon nicht betroffen.

Insgesamt ist Deutschland ein wasserreiches Land. Im globalen Wasserkreislauf sind wir klimatisch deutlich begünstigt. Die nutzbare Wassermenge ist aber unterschiedlich auf die Regionen verteilt. Das Angebot hängt von Niederschlagsmengen, Zuflüssen, geologischen Verhältnissen und vielen anderen Faktoren ab. Nutzen kann man langfristig aber nur das Wasser, das sich auch erneuert und nicht verunreinigt wird.

Die öffentliche Trinkwasserversorgung ist in Deutschland aus guten Gründen regional organisiert. In einem Versorgungsgebiet wird neben dem Gebrauch in Privathaushalten auch Wasser in der Landwirtschaft sowie in Industriebetrieben benötigt. Es werden auch heute noch viele Flächen entwässert oder versiegelt. Zum Beispiel tragen Flächenentwässerungen von feuchten landwirtschaftlichen Feldern mit Drainagen massiv zum Oberflächengrundwasserverlust bei. Aber auch der Ausbau des Straßennetzes und der Städte vermindert die Grundwasserneubildung.

Die konkurrierende Nutzung wirkt sich natürlich besonders stark in Trockenperioden aus. So konkurriert zum Beispiel ein erhöhter Bewässerungsbedarf der Intensivlandwirtschaft mit einem erhöhten Trinkwasserbedarf. Die Situation verschärft sich, wenn Oberflächengewässer oder oberflächennahe Grundwässer genutzt werden. Diese Förderquellen reagieren recht schnell auf klimatische Schwankungen. Mit dem Klimawandel müssen wir uns nach einhelliger wissenschaftlicher Meinung auf mehr Extremwetterereignisse einstellen. Das bringt eine große Herausforderung für viele Trinkwasserversorger mit sich, die sich auf ein schwankendes Angebot einstellen müssen. Umso wichtiger wird es, das vorhandene Angebot an nutzbarem Wasser vor Verunreinigung zu schützen. Am Beispiel der Düngeverordnung zeigt sich, wie kontrovers und emotional die Diskussion geführt wird.

Die Trinkwassersituation in Flensburg

Flensburg ist in der glücklichen Situation, unabhängig von extremen Wetterschwankungen zu sein, und auf tiefere Grundwasserschichten zurückgreifen zu können. Dort unten wirken sich Trockenperioden kurzfristig kaum aus und die Speichersande werden in regenreichen Perioden wieder aufgefüllt. Klimamodelle prognostizieren im Süden von Deutschland in einigen Gebieten deutlich geringere Niederschläge. Der Norden bleibt davon weitestgehend unberührt.

Besonders gute Trinkwasserqualität in Flensburg

Probleme mit Nitrat, Mikroplastiken, Medikamenten-und Pestizidrückstände wurden in Flensburg bislang nicht beobachtet. Noch nicht! Wenige Kilometer weiter kann die Situation schon deutlich anders aussehen. Wenn wir gemeinsam auf unseren Wasserverbrauch achten, sparsam sind und darauf achten, nichts in den Abfluss zu geben, dass dort nicht hingehört, sind wir auf einem guten Weg.

Dinge, die nicht in den Abfluss oder in die Toilette gehören

• Farben, Lacke, Kleister
• Essensreste und Fette
• Haare
• Katzenstreu
• Lappen
• Medikamente
• Ohrstäbchen, Watte(pads) und Feuchttücher
• Frauen-Hygieneartikel
• Zigarettenkippen

Wer selbst Grundwasser mit einem eigenen Brunnen fördern möchte, benötigt eine behördliche Bewilligung. Die Wasserbehörden prüfen sehr genau, ob das vorhandene Wasserangebot dies zulässt und keine Verunreinigung zu befürchten ist. Bei größeren Mengen sind aufwendige Voruntersuchungen nötig. Die Stadtwerke Flensburg bereiten gerade ein hydrogeologisches Gutachten für den kommenden Bewilligungszeitraum vor.

Das gute Flensburger Grundwasser wird nach der Förderung aufbereitet; Eisen und Mangan filtern wir heraus. Über die Wasserspeicher, die Pumpenanlagen und das ca. 370 km lange Leitungsnetz in Flensburg wird das Trinkwasser dann in die Haushalte transportiert. Auch für den Spitzenbedarf im Sommer gibt es genügend Reserven.

Die Anforderungen zur Trinkwasserqualität der Trinkwasserverordnung werden ohne den Einsatz von Desinfektionsmitteln sicher eingehalten. Die technischen Anlagen der zwei Wasserwerke werden von qualifizierten, eigenen Mitarbeitern ständig überwacht, gewartet und in einem guten Zustand gehalten.

Bei Trinkwasserqualität und -quantität ist Flensburg gut aufgestellt. In vielen Regionen dieser Welt sieht das leider deutlich anders aus.

Dirk Roschek

Geschäftsbereichsleiter Erzeugung

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